Bericht von der Begehung der schwimmenden Ponton-Brücke in Schwerin
Ganz herzlichen Glückwunsch an die Macher / innen und eine ganze Stadt zu der überaus gelungenen Bundesgartenschau 2009 !
Eine grundsätzliche Information : Die verseilten Pontons schwimmen, aber die Brücke in der Brücke ist auf 4 Dalben aufgeständert.
Am Mittwoch den 27. Mai 09 hat sich eine Bürgerinitiative unter Führung der lokalen SPD gegründet die die Brücke erhalten möchte.
Vorlesung mit Fotodokumentation nach vollständiger Fertigstellung des Bauwerkes, fotografiert während der Bundesgartenschau 09.
Stand 10 August 09, nun mit Vorschlag zur Ertüchtigung für den Dauerbetrieb mit Hiro Behindertenschrägaufzug für Rollstuhlfahrer.
Stand 29 September 09. SVZ. Die Buga GmbH der Stadt Schwerin erwartet einen Millionengewinn. Die Ponton-Brücke behalten bitte.
Dank an Herrn Sandner, Herrn Höhn, Herrn Claussen, die SWS + SK, den Förderverein, die Buga Mitarbeiter/innen und viele mehr.

Die Buga 2009 läuft, die Sonne strahlt und ich bin heute erstmalig als Ausstellungsbesucher über die
Ponton Brücke gegangen. Ein herrliches Gefühl. - Jetzt gehe ich als Ingenieur noch einmal darüber.
Die Frage: Wollen wir die Ponton-Brücke behalten ? ist ja gestellt worden. - Technik und Gestaltung.

Unverschiebliches Festlager auf der Seite Franzosenweg, mit beweglichem Lager für die Rampe runter
zu den ersten Pontons. - Ein Festpunkt aus einem Spundwand L mit aufgeschweißtem Schwert, Schall-
schutzelement aus PTFE weiss und Achsanschluß mit Zangenkonstruktion. - Splint täglich anschauen.
Der Rost ist mittelfristig kein Problem. Wenn sich jemand daran stört. Riffelblech abschrauben, alles mit
der Drahtbürste säubern und teures Epoxitharz drauf, dann graues Granulat. (Wie im Sprungbrett-bau)

Detail landseitiger Fußpunkt der beiden Rampen die auf die ersten Pontons führen. Hier wurde mit Augen-
schrauben und einer verzinkten Kette noch ein Spalt geschlossen, der besonders für kleine Kinder sehr
gefährlich war. Das Geländer ist eine Stahlbaukonstruktion. Quadrathohlprofile mit Füllung Maschendraht.
Die Holzplanken sind rutschfest und ausreichend stark aber ohne Halbölanstrich sehr witterungsanfällig.

Langer Blick über den ersten Teil der Brücke hinüber zur Marstallseite. - Sieht dramatisch aus, und ist
für große Menschenmengen ausgelegt. Auf der anderen Seite müssen die Ketten im Spalt auch täglich
auf Existenz geprüft werden. (Augenschrauben) Dieser Blick gefällt mir gut und passt auch gut ins Bild.
Für ein gerade Sichtachse braucht man wenig Personal. 1 Mitarbeiter mit Stuhl, Fernglas und Megaphon.
Hier hat man die Sicherheit sehr ernst genommen und viel in das Thema Geländer investiert. Übrigens,
beim Hinweg über die Brücke, habe ich noch keine Bewegung der Ponton-Brücke gespürt ,oder sogar
sehen können. Ging sich wie ein Beton-Ponton, der angeseilt im Wasser liegt an einem windstillen Tag.

Das Bild oben zeigt den landseitigen Eckpunkt des ersten Pontons auf der Franzosenwegseite. Man sieht
hier Kunststoffseile, die offenbar von fachmännischer Hand geknotet wurden. Auf der anderen Seite und
hoffentlich tief im modderigen Seeboden verankert, vermute ich eingerammte Rohrdalben-Elemente. Man
könnte sagen "Solange die Seile stramm sind ist alles gut befestigt, sobald die Seile auf Spannung gehen
ist der Wasserspiegel herbstlich bedingt angestiegen oder die Pontons schwimmen leicht im Eisbett auf.
Kein Problem, im Frühjahr kann man die Seile nachspannen. Zu den Rohren? müsste ich runter tauchen.

Da musste repariert werden, ein gefährliche Stoßstelle in Kinderkopfhöhe, spitz nach außen zeigend.
Da muss man einen 90 Bogen mit D=40 mm einschweißen. Per WIG Schweißverfahren bei Windstille.
Ansonsten ist das Geländer ganz gut konstruiert. Beide Handläufe sind nach innen gesetzt, so dass
sich der Schwerpunkt bei Überkletterversuchen nach hinten, innen verlagert. Dann sind horizontale
Geländerfüllungen sicherheitstechnisch nicht bedenklich. - Ein hervorragend guter Geländeraufbau.
Das ist nun wirklich technisch gelungen und nicht langweilig. Vielleicht etwas zu dunkel in der Farbe.

Hier sieht man eine von jeweils 2 Stangen mit Außengewinde, mit denen 2 Pontons die nebeneinander
liegen zusammengehalten werden. Eine durchaus zulässige Verbindungsart. Bolzen, ein Blech um die
Punktlast in den Beton zu verteilen und dann Kontermuttern. So muss diese Stelle jeden Tag aussehen.
Der Splint ist noch zu schwach. - Die Rostwasserfahne gehört schon ins monatliche Pflegeprogramm.
Ob man die Wasservegetation behalten oder entfernen darf sollten die Ökologiefachleute entscheiden.

Oups, bei einigen Pontons wurde das Geländer sehr nah in der Randzone des Pontons verschraubt,
das ist etwas gewagt und sollte wöchentlich auf Risse im Beton untersucht werden. Aber das ist noch
keine Gefahr. Im üblichen Belastungsfall kommt die Kraft von innen und die inneren Verschraubungen
werden auf Zug belastet. Die Muttern und Scheiben kann man nach ca. 2 Jahren gegen neue verzinkte
Muttern und Scheiben austauschen. Nur ein bißchen technische Kosmetik die nicht so arg viel kostet.

Hier sieht man das Wichtigste. Menschen, die das in diesem Abschnitt schwimmende Bauteil benutzen.
Noch ist Buga, alle Bilder entstanden am Freitag, 03.07.2009 zwischen 17:00 und 18:00 Uhr. Nach der
Buga werden viel weniger Menschen die Ponton Brücke benutzen. Vor allem Touristen und Schweriner
die auf dem Ostdorfer Hals wohnen. Und natürlich Schweriner die im Bereich rund um das Schloss zu
Fuß unterwegs sind. Ich bin mir sicher das die Brücke auch nach der Buga benutzt wird, denn ich glaube
an die Notwendigkeit dieser Brücke und möchte den "Fachwerkträgersteg" mittelfristig gegen eine sehr
viel würdigere Bogenbrücke austauschen damit die Ponton-Brücke neben dem Schloss bestehen kann.

Da stehe ich selbst auf der Ponton Brücke. Strecke den Bauch raus und sehe so aus wie ein Ingenieur
der häufig in touristisch intensiv genutzten Bereichen unterwegs ist. Dieses Bild ist mir eine sehr schöne
Erinnerung an diese erste Begegnung mit der Schlossbuchtbrücke in Schwerin. Ich bin extra aus Berlin
angereist und freue mich über diese Begegnung mit einem lang ersehnten Bauwerk. Wie schön wäre es
gewesen einen Schwimmsteg mit Brücke in S-Form zu begehen. Die vorhandene Brücke hat aber auch
ihre Reize und wird von den bereits 800.000 Besuchern und der lokalen Bevölkerung gut angenommen !

So dürfen Fugen sein. Immer mehr als 1 Finger weit aber nicht mehr als 12cm damit kein Kopf durchpasst.
Die vertikale Fuge entsteht aus der Verbindung von 2 Pontons zu einem Element, und hier wurde deshalb
auch ein dauerelastisches Fugenband eingesetzt. - Die Querfuge geht mit der Welle und kann so bleiben.
Der Beton ist schön hell und weist eine rutschhemende Textur auf, die sachdienlich ist. Alles noch sauber.

Hier ragen die Seile in die Hafeneinfahrt des Segelvereins Schlossbucht hinein und dass sollte trotz
des weißen Grenzballs und des Holzpfahles nicht auf Dauer so bleiben. Hier sind mittelfristig die Be-
festigungspunkte näher und höher an die Pontons heranzulegen. - Das geht sicherlich, kostet aber
schon etwas Geld! - Diese Stelle ist in einer Hafeneinfahrt. Hier ist die Wasservegetation jeden Tag
zu räumen um die Schiffsschrauben der Boote nicht permanent säubern zu müssen. Ja, an dieser
Stelle sollte die Konstruktion ertüchtigt werden um dauerhaften, sicheren Bestand haben zu können.

Diesea Bild zeigt die unmittelbare Nähe zum kleinen Hafen des Segelclubs Schlossgarten. Die Geländer
elemente sind ponton-bezogen und richtigerweise konstruktiv nicht miteinander verbunden, damit sich
jeder Ponton ein wenig in der Welle bewegen kann. An dieser Stelle ist eine elektrische Beleuchtung mit
im Bild. Die Scheuerleiste ist die Grenze für den Fuß. Bis hierhin und nicht weiter. - In diesem Bild wirkt
das Wasser auf dem Foto so schwarz, wie das Geländer gestrichen ist. Ein horizontaler Balken erhöht
den gegen Wellen wirksamen Abstand zur Wasseroberkante noch einmal und zeigt ein warme Farbe.

Obwohl hier deutlich mehr Platz zum Rand ist, erkennt man auch in der vorhandenen Auflösung dieses
Fotos schon den kleinen Riß im Beton auf 2 Uhr. Wahrscheinlich eine Folge der Kraft der Spreizdübel.
Der Beton kann ja nicht ewig dick sein. Bald darunter vermute ich das Styropor. Styropor nimmt ja kein
Wasser auf, trotzdem würde ich den Riss mit Epoxidharz aus einer Spritze mit Nadel abdichten. So eine
kleine Pflegemaßnahme verhindert, dass sich kleine Schäden weiter ausbreiten. - Kontrolle auf Risse.

Ein Rettungsring, die werden bestimmt als erstes gestohlen und hängen dann in irgend einem Hobby-Keller
an der Wand. Achtung, hier muss der Betreiber täglich durchzählen und Ersatz vor Ort lagern. - Die Bade-
leiter ist auch Pflicht. Die Freibordhöhe von ca. 80 cm (ich habe nicht gemessen !) erklimmt auch ein sehr
sportlicher Mensch nicht mehr. Wer mit Kleidung zum Schwimmer wurde oder verletzt ist erst recht nicht.
Das Nadelholz sollte man mit Halböl pflegen, 50% Leinölfirnis und 50% Petroleum (dünstet aus), habe ich
von den Dänen abgeschaut. Preiswert und schnell. Wahrscheinlich alle 2 Monate als Winter-Vorbereitung.

Zwei Stahldalben mit Hafenpollern oben drauf wo der Schiffsbefestiger die Festmacherleinen festmacht.
Dort sind die Geländer als Doppelschwingtürelement ausgebildet. Die Tür ist aber zur Zeit verschraubt.
Offenbar ein Anlegepunkt für ein Boot der nicht häufig genutzt wird. Vorbereitung für einen Fährbetrieb?
Diese Rohrdalben haben einen schwarzen Farbanstrich, die Auflagerdalben der Brücke in der Brücke
und die Rohrdalben am X Leitwerk zeigen eine rohe Stahloberfläche. Das ist Fährbetreib-Vorbereitung.

Ach ja, so eine Begehung macht auch Freude. - Wir sind nun an der Aussichtsplattform angekommen.
Hier gibt es einen Ort. Ortsdefinition auf einer langen Geraden. 4 Sitzbänke, 2 mit Blick auf´s Schloss
und 2 mit weitem Blick auf den Schweriner See. Die wohl schönsten Sitzbänke Schwerins bei Sonne.
Edelstahl mit Gasperlen gestrahlt, sündhaft teuer aber garantiert wetterfest. Hier wurden schon für die
kommenden 30 Jahre Stadtmöbel befestigt. - Hier ist die Neigung der Rückenlehne richtig ausgeführt!
Für den "Nach-Buga-Betrieb" ist das eigentlich schon zu groß. Da werden zwei schlanke Pontons frei.
Im Geländer sind 4 Rohrbögen einzuschweißen um die spitzen Ecken zu entschärfen. Etwas Aufwand.

Wieder so ein Halteseil. Das ist kein richtiger Ingenierbau. Das braucht man wenn man keine biegesteife
Konstruktionsmethode hat, und deshalb alle xy Meter wieder Lagesicherung betreiben muss. - Schade.
Offene Rohrdurchführungen und lagesichernde Halteseile. Daneben der Names der Herstellers. Firma
Clement aus Rostock. Hersteller von Standartpontons die keine Kurven können aber halbwegs sinnvoll
miteinander verschraub- und verseilbar sind. Die Aufgabe der Buga wurde nur zum Teil gelöst. Schade.
Man kann nur hoffen das Fa. Clement mittlerweile so groß und so reich ist, dass diese Firma irgendwann
in die Lage kommt auch Kurven aus Ponton-Elementen zu bauen, die aus nur einer Gießform kommen.
Da spielt der Einsatz von Blech eine Rolle. Da sollte ich Fa. Clement mal von Fachleuten beraten lassen.
Bisher wird mit 2 Stahlseilen auf Zug verbunden, 2 Gummipuffer nehmen kraftschlüssig den Druck auf,
An dem seitlich verbauten Ponton oben im Bild können Sie die Öffnung für die Stahlseile deutlich sehen.

Ein erster schöner langer Blick zurück, sieht sehr sicher, aber auch ein bißchen Langweilig aus. Warum
manche Menschen immer zwanghaft gerade Linien in die Natur bauen wollen? - Wir sind doch hier nicht
in Amerikas Weiten, sondern im Umfeld des Schweriner Schlosses. - Trotzdem eine Plattenbauweise !?
Man kann sich das ja "irgendwie" ansehen, es geht aber auch wesentlich eleganter. Warum dürfen die
Wasserbauingenieure ohne Mitarbeit von Architekten in die Kulturlandschaft hineinbauen? - Wer an der
Architektur spart, denkt viel zu kurzfristig. - Schade. - Guter Städtebau ist immer langfristig anzulegen.

Die Sitzbank aus Edelstahl, sauberer heller Beton und ein paar schöne Schattenlinien. So sollte es sein.

Diese Schraube befestigt das Kantholz am Ponton. Eine feuerverzinkte 8.8 Schraube mit Mutter. Für die
Aufgabe Buga ist das adäquat. Damit Schraubenkopf und Unterlegscheiben lange halten, würde ich ein
bißchen Leinölfirniss beim streichen drauf und in die Wandung der Bohrung geben. Wasser das ständig
in einem Loch steht, wieder trocknet und dann nachts wieder feucht wird braucht hier Korrosionsschutz.

Wasservögel in unmittelbarer Brückennähe. Hoffentlich keine alleinerziehende Mutter mit 7 Kindern. Wo
ist der Enterich? Das Vogelpaar putzt sein Gefieder. Die Ponton-Brücke ist leise. Bei wenig Wind quitscht
da nichts und die Worte der Ausstellungsbesucher verlieren sich in der Landschaft ohne jeden Nachhall.
In der Nach-Buga-Zeit sollten vier Abfallkörbe auf der Ponton-Brücke zu finden sein, damit die Wasser-
vegetation auch weiterhin so schön sauber bleibt, und als Kindergarten für Enten taugt. Balancen halten.

Ja, so soll er sein unser Tourismus. - Gelassen und für möglichst viele Altersgruppen zugänglich und
interessant. Zur Zeit ist das noch ein teures Vergnügen. Es kostet ja 16 Euro für die Tageskarte oder
90 Euro für die Saisonkarte. - Im Nach-Buga-Betrieb sollen die Preise auf 1 Euro für die Tageskarte
und 15 Euro für die Monatskarte sinken. Die SPD hat sich bereits positioniert. Herr Sellering und Herr
Meslien aus Schwerin und Herr Hacker, unser Mann in Berlin können sich das gut vorstellen und sind
dabei sich intensiv Gedanken zu machen. - Sozialdemokratie versucht nicht teuer zu sein sondern so
vielen Menschen wie möglich ein Teilhabe zu ermöglichen. - Dann bin ich ja auch ein Sozialdemokrat.
Nachtrag: Frau Ministerin Schwesig gehört zu den Erstunterzeichnern eines Bürgerbegehens für den
Erhalt verschiedener Buga Errungenschaften inclusive der Ponton-Brücke. Die SPD übernimmt darin
sogar mein Geschäftsmodell ! War ich lange in der falsche Partei ? Hallo CDU, hallo Grüne, hallo UB.

ist auf 4 Festlagern aufgeständert. (eingerammte Dalben mit Betonfüllung). In jedem Segelhafen haben die
Pontons kein Geländer. Für die Buga Nutzung wurde aber beidseitig ein kindersicheres Geänder montiert.
Während der Buga gab es Situationen, in denen der Andrang so groß war, dass die Leute wahrscheinlich
reihenweise in den See gefallen wären ! - Nach der Buga wird es sicherlich den Wunsch nach einer guten
Badestelle geben. - Dafür müsste man dann eine Öffnung im Geländer schaffen, um eine Badestelle einzu-
richten. Bei stark auffrischendem Wind muss die Ponton-Brücke schnell geräumt und geschlossen werden
können. Ob es eine Nutzung über die Buga 2009 hinaus geben wird ist noch offen. 23. April - 11. Oktober.

Das Solarboot der Fa. Grabo GmbH, von Herrn Michael Seelig. Herr Seelig ist Betreiber der Solarfähre
und während der Buga 2009 arbeiten zwei Kapitäne / Schiffsführer in zwei wöchentlicher Wechselschicht.
Die Solarfähre ist eine Lösung, die gut in die Zeit passt. Das Boot sieht von hier aus ganz brauchbar aus.
Es fährt gerade leer zum Anlegepunkt Marstall, weil dort Leute warten, die die Brücke nicht gehen können.
"Durch den Einsatz der Solarfähre wurde die Ponton-Brücke behindertengerecht gemacht". - Die Brücke in
der Brücke hat keine Zwischenpodeste. Radfahrer, Rollstuhlfahrer, Kinderwagenschieber und Menschen mit
Gehbehinderungen oder schwachem Kreislauf können den Gang über die Brücke in der Brücke kaum leisten.
Grabo GmbH, GF Herr Michael Seelig, Pfaffendorfer Chaussee 38, 15848 Rietz-Neuendorf, OT Pfaffendorf
Tel. 033 672 / 639 52 und Funktelefon 0163 / 66 592 72. - m.seeling@grabo-gmbh.de - www. grabo-gmbh.de

Und für diesen Blick haben wir das alles geplant und gebaut. Um so nah ans Wasser zu kommen und so
weit schauen zu können. Um eingehüllt zu sein von diesem Blau. Einen ganz exclusiven Blick geniessen
zu können. Mein Wunsch ist das wir das alle dürfen. Nicht nur die Ausstellungsbesucher. Schwimmstege
sind die wohl teuersten und exclusivsten Aussichts- und Aufenthaltsbereiche. Alleinstellungsmerkmale für
eine Stadt, die mit und vom Tourismus lebt ,und sich selbst als Residenzstadt definiert. - Der Bereich rund
um das Schloss ist eine über Jahrhunderte entwickelte Kulturlandschaft. Der See ist ein Geschenk Gottes,
seine Ufer sind fast überall von Schilf bewachsen. - Ein Naturraum, der nur wenige begehbare Uferkanten
anbietet. Aber im Tourismus gilt der Leitsatz "Der Tourist will ganz nah ans Wasser" - Wading. bis zu den
Waden rein. Wie Herr Kneipp es damals empfohlen hat. Wasseranwendung für Kreislauf und Abwehrkraft.

Da stehe ich mit 1,87 Metern Körperlänge. Sie schauen gerade auf den Schweriner See, ich in die Kamera
und auf das Schweriner Schloss. Wolken zeihen vorrüber. - Vielleicht werde ich nur ein einziges Mal auf der
Brücke gestanden haben. Ich spreche mich dafür aus die Bestands-Ponton-Brücke für weitere 15 Monate zu
betreiben, und bei Erfolg eine Ertüchtigung anzugehen. Fachwerkbrücke raus - Bogenbrücke rein. Dafür sind
die vorhandenen Festlager weiter zu benutzen. Umbaukosten von ca. 220.000 Euro, aber erst im Jahr 2011.

Zwei einläufige Treppen mit beidseitiger Geländerfüllung. Mehr als 18 Stufen in einer Reihe aber keine
Zwischenpodeste. - Wenn man eine Fähre betreibt mag das möglich sein. Danach muss das bis zum
Umbau auf die Bogenbrücke auch möglich sein. Die Bogenbrücke enthält zwei Zwischenpodeste zum
verschnaufen. - Natürlich mit Geländern. - Eine Entwurfs-Zeichnung zur Bogenbrücke finden Sie hier.
So, jetzt gehen wir mal über die Fachwerkbrücke aus Stahl mit hölzernem Bodenbelag. Ein Boot quert.

Blick in die Treppenkonstruktion. Die lange Rohrdalbe in Bildmitte trägt. Die beiden kurzen Dalben sind
Bestandteil des X-Leitwerkes. Der vertikale Abstand zwischen den Stufen darf nur 120 mm betragen,
sonst können Kinder da durchkrabbeln und runterfallen. - Die Holzoberfläche muss vor Eintreffen des
Winters mit Halböl gegen die Witterung geschützt werden. Die Stufen mit Expoxitharz bestreichen und
mit rutschfestem Granulat aus dem Sprungbrettbau besanden. Kindersicher, wetterfest und rutschfest.

Vor dem Betreten sehe ich mir noch den Auflagerpunkt an und stelle befriedigt fest, dass sich diese beiden
Festlager auch für die Gründung der Bogenbrücke weiter verwenden lassen ! - Bemessungen prüfen und
wenn notwendig um einen kleinen Anteil Horizontalkräfte ergänzen. Der Bogenträger bleibt aber biegesteif.
Ich habe im Foto über Helligkeitsunterschiede das Rohrdalbenauflager visuell für sie noch herausgearbeitet.
Die Holzstufen bitte mit Halböl, 50% Leinölfirnis und 50% Petroleum gegen die Winter-Witterung schützen.

Menschen auf der Brücke. Die Treppe geht sich gut, das Trittmodul wurde gut gewählt. Alles im Lot hier.
Ein deutlich überdimensioniertes Geländer soll den Eindruck von Sicherheit angesichts der transparenten
Treppenkonstruktion vermitteln. Die teuren Treppen wird wahrscheinlich kaum jemand außerhalb der Buga
Ponton-Brücke verwenden können. Na ja, wenigstens sind alle Materialien relativ gut recyclebar. - Hmmm.

Weil die Fähre gerade auf der anderen Seite der Brücke ankommt tragen 2 Frauen einen Kinderwagen
mit Kind über die Brücke. - Nicht ungefährlich, aber die beiden Frauen wirken damit nicht überfordert.
"Fussgänger können wollen müssen dürfen immer jetzt sofort dadurch. Sogar durch Betonmauern."
Ich erfahre gerade das man Sohn Jonas auch schon rübergetragen hat weil die Fähre nicht da war.

Die Kopffreiheit ist gegeben, aber wenn man mal Lasten transportiert wird dieses Öffnungsmaß schnell
zum Hindernis. Die Bogenbrücke ist etwas höher aber auch etwas enger. - Position X-Leitwerk prüfen.

Ein Blick auch das X Leitwerk. Gründung mit Rohrdalben. Beplankung mit Kanthölzern. Ein Provisorium.

Balken auf zwei Stützen. Wahrscheinlich HEB Träger mit Kopfplatten und Anschlaglaschen. Die Treppen
sind mit Bolzen und Splint daran befestigt. Position der Bolzen und Splinte täglich auf Vorhandensein prüfen.

Blick auf ein Aluminium Blech mit Kantenschutz im Bereich des Handlaufes. Eine provisorische Lösung.

Blick über den Fachwerkträger der die beiden Treppen verbindet. Das ist eine große Aussichtsplattform.

Die Auflager unten an der Treppe sind schwierig zu fotografieren. Schattenseite. Ich habe die Rohrdalbe
in Photoshop noch für sie herausgearbeitet. Diese Auflager kann man unter Umständen weiterverwenden.

Das X Leitwerk von der Marstallseite aus gesehen. Eine Forderung des Schifffahrtsamtes Lauenburg.

Blick von der Marstallseite aus auf die Brücke in der Brücke und auf Teile des X Leitwerkes. Zu unruhig.

Um auch die Solarfähre zu erleben und die Ponton-Brücke von aussen sehen zu können, habe ich mich
von der Solarfähre mitnehmen lassen. Die Solarzellen auf dem Dach leisten 4 kWp (4 Kilowatt peak) d.h.
bei optimaler Sonneneinwirkung werden 4.000 Watt elektrische Leistung bereitgestellt. Das reicht für ca.
5 Haarföne und steuert so einen Anteil der benötigten elektrischen Leistung für die 3 Elektromotoren bei.
Zur Sicherheit liegt aber ein schwarzes Stromkabel von ausreichender Länge oben rechts auf dem Deck.
Im Boot, wahrscheinlich direkt unter den Sitzen, befinden sich 3 Speicherbatterien mit je 750 Ah Leistung.
