Vorentwurf für ein Mehrfamilienhaus mit Praxisräumen in Hamburg Reinbek
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ein Architekturvorentwurf von Dipl. Ing. Volker Goebel / 114 h in Aug - Sept 2007 Achtung bitte : es war nur eine Gebäudehülle verlangt, die zeigen sollte, welches Potential in dem Grundstück Hamburger Str. 39 in Reinbek / Deuschland steckt. Ich habe diese Aufgabenstellung genutzt, mich kurz mit der neuen Version 11 des CAAD Programms ArchiCAD vertraut zu machen, aber damit den Markt bewegt ! Entwurfspreis : 114h x 53,-€/h = 6.042,- Euro (+MwSt.) // Summe 7.189,98 Euro.
Aufgabenstellung war festzustellen, ob und wie das Grundstück Hamburger Str. 39 in Hamburg / Reinbek baulich nutzbar ist. Beauftragt war nur die Definition einer Gebäudehülle mit Tiefgarage, die möglichst viel aus dem Grundstück mit starker Hanglage machen sollte. Resultat : es sind bis zu 13 Wohneinheiten sind möglich.

Von der Hamburger Straße aus sieht das vorgeplante Gebäude zweigeschossig aus. - Ist es auch. 2 Geschosse plus ein Staffelgeschoß das weniger als 75 % Nutzfläche als das darunter liegende Geschoss aufweist, und somit in den Grenzen der dort gültigen Baurechtssituation bleibt. (Staffel- kein Vollgeschoss)

Ein Entwurf, der trotz seiner maximalen Dimensionen gebaut werden will, tut gut daran, viel Grün zu zeigen. Vorn eine Hecke, dann eine Lärmschutzmauer und dahinter kleinwüchsige, veredelte Bäume um noch ein bißchen Lärmschutz zu realisieren. Dazu noch ein bißchen Grün über den Augen um selbst dort noch ein bißchen schönen Lärmschutz und Dachgeschossgarten anbieten zu können.

Ein künstlerisch hochwertiger Entwurf, der aber offenbar ankommt. - Kaum im Internet veröffentlicht, melden sich erste Miet- und Kaufinteressenten. Geplant ist das MFH als Mehrfamilienhaus mit einer orthopädischen Arzt - Praxis im 1. OG.
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Ein Blick von der Maria-Merkert-Straße auf das MFH verdeutlicht die tatsächliche Dimension des Gebäudes. - Unten Tiefgarage, dann ein zum Teil belichtetes Kellergeschoss, die beiden Normalgeschosse und das Staffelgeschoss. Das KKH auf der anderen Straßenseite ist sogar etwas noch etwas höher angelegt worden.

Auf dem Foto weiter unten sieht man das die Tannenreihe noch geschossen ist. Die rückseitige Zufahrt, um nahezu ebenerdig in die Garage zu kommen ist der eigentliche Knackpunkt. Die Maria-Merkert-Straße ist eine Privatstraße die zum Krankenhaus gehört. Eine sehr schmale Straße, in der auch die Rettungswache Reinbek untergebracht ist. Erst wenn die Rettungswache verlegt ist, kann die Krankenhausleitung mit gutem Gewissen die rückseitige Einfahrt verkaufen.

Die Verlegung der Rettungswache ist planerisch schon voll im Gange. Bitte sehen Sie sich hierzu nun die Unterseite "Rettungswache Reinbek" an. Die rückwärtige Zufahrt ist also in greifbarer Nähe und hoffentlich können schon bald 13 neue, hochwertige Eigentumswohnungen für die Bewohner von Reinbek entstehen.

Es ist nicht auszuschließen, dass sich auch die Krankenhausverwaltung für eine Büronutzung innerhalb des MFH interessiert. Die unmittelbare Nähe ist gegeben.
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Die Draufsicht zeigt einen sehr grünen Entwurf, in dem das geplante Gebäude von jeder Seite aber ganz unterschiedlich aussieht. Die Ausrichtung nach Süden zum Licht ist hier deutlich ablesbar. Die entstandene Form ist nicht nur das Werk eines Künstlers mit entsprechender Ausbildung in der Architektur, sondern auch eine Form, die sich aus Funktionen, Zweck, Licht, Eleganz, dem Baurecht und dem Gedanken an 13 attraktive Eigentumswohnungen ergibt, die in besonderem Maße marktfähig sein sollen. Jede Wohnung erhielt einen besonnten Balkon o. Terrasse.

Das Gründach soll, wie heute üblich nur ein paar Moose und Flechten tragen, aber auf diesem Wege geht die versiegelte Fläche, auf der das Regenwasser direkt in die A-Leitung, und nutzlos zum Klärwerk geht deutlich zurück. (spart Gebühren)

Ein Gebäude, bei dem man den Eingang findet ohne jemand fragen zu müssen. Das MFH soll einen Aufzug erhalten und somit auch für ältere Menschen und Menschen mit leichten Behinderungen sowie für kl. Familien geeignet. Ziel war es Eigentumswohnungen in der Golfklasse zu schaffen, die auch bezahlbar sind.

Die Gartenfläche ist minimal und wegen der starken Hanglage auch nur sehr begrenzt nutzbar. Aber gerade das mögen ETW Besitzer ja erfahrungsgemäß.
Das nebenstehende Bild zeigt Ihnen eine leistungsfähige Tiefgarage in der alles ordentlich aufgeräumt und unverwinkelt auf dem richtigen Platz gefallen ist. Hier können 17 Fahrzeuge geparkt werden. Es gibt sogar einen vollwertigen Fahrrad-keller. Ca. 35 % der Tiefgaragenwände liegen zur Straße hin frei. Daraus ergibt sich die Möglichkeit einer natürlichen Belichtung und Belüftung. - Sehr schön.

Die Baugrube ist mit 3,8 metern zur Hamburger Straße hin nicht zu tief. Der Weg zum Eingang ist nach den Richtlinien des Feng Shui gestaltet. Die Zufahrt in die Tiefgarage allerdings nicht. Die beiden oberirdischen Kurzzeitparkplätze an der Hamburger Straße sind realisierbar, obwohl da noch ein Bestandsbaum einzu- binden ist. (Die Tiefe der Parkboxen wird das glücklicherweise erlauben)
Blick in die Maria-Merkert-Straße. Hier sehen Sie die Rückseite des Grundstücks und die oben erwähnte Tannenreihe. Die optimale Einfahrt für die Tiefgarage liegt im Bereich des mittleren Fahrzeugs. Die Stützmauer muss aufgetrennt werden und 2 Tannen werden der neuen Garageneinfahrt wohl zum Opfer fallen.

Ansprechpartner um die rückseitige Zufahrt zu realisieren ist der kaufmännische Direktor des Krankenhauses Herr Lothar Obst. - Ein Mann über den ich bisher nur gutes gehört habe. Seine Hobbys sind der Kennedy Mord und das Stauffenberg Attentat auf Hitler. Es gibt gar nicht viele aufrechte Betriebswirtschaftler. Um so erfreulicher das Herr Obst ein Mensch mit Intellekt und Sinn für Gerechtigkeit ist.
Das Foto zeigt das Bestandsgebäude auf dem Grundstück Hamburger Str. 39. Wer das MFH will, muss dieses Gebäude abreißen. Wo vorher eine einzelne nette Dame gewohnt hat, werden dann 13 Parteien wohnen. Aber genau das wollen die Investoren ja. In diesem Zusammenhang liegt das große Geld !? - Ich sehe die vernünftige Lösung bei eher 10 Parteien und würde das Gebäude gern wieder etwas kleiner zuschneiden. Aber jetzt ist die Idee in der Welt und wird gehandelt.

Das Foto zeigt im wesentlichen das Bestandsgebäude, und nicht die gesamte Frontbreite des Grundstücks. Die Hamburger Straße ist eine stark befahrene Landesstraße. Basierend auf Erfahrungswerten schätze ich mal, dass hier täglich ca. 17.000 Fahrzeuge vorbeifahren. Das hört sich nach viel an, aber ich habe auch schon an B.-Straßen geplant, die 56.000 Fahrzeuge pro Tag durchlassen.

Weil die Menschen immer noch die Dörfer und die agraisch geprägten Regionen verlassen, um in dem Metropolen nach Arbeit zu suchen, wird die Notwendigkeit in Reinbek Wohnraum zu schaffen wohl noch ein Jahrzehnt anhalten. Danach könnte sich die demographische Entwicklung aber schon bemerkbar machen.

Für einen Investor der ETW baut wird sich das BV jedenfalls wirklich lohnen.
Perspektivische Zeichnung des MFH unter realer Sonne. (ArchiCAD arbeitet mit den Koordinaten, d.h. Längen und Breitengraden und kann die Sonne für jeden Tag des Jahres zu jeder genauen Uhrzeit simulieren) Die Nordfassade wird den größten Teil des Tages im Dunkeln liegen. Das Gebäude wird also von der Hamburger Strasse aus betrachtet zumeist eine verschattete Fassade zeigen.

Andererseits haben die Gebäudenutzer die Sonne auf den ruhigeren Seiten, zu denen sich das Gebäude mit Terrassen und Balkonen öffnet. Ich empflehle eine zurückhaltende Beleuchtung der Fassade zur Hamburger Strasse hin, damit das Gebäude wenigstens nachts freundlich aussieht. Außerdem sind die Pflanztröge des Dachgartens eine Möglichkeit eine freundliche Grundstimmung zu erwirken.

Das MFH bringt genug Selbstbewußtsein auf, um einen Aufsteller an der Straße zu stellen, der den Namen bzw. eine Hausnummer tragen sollte. Die Wandscheibe sieht ein bißchen wie ein Preismast aus. Die orthopädische Arzt-Praxis wird sehr dankbar sein, dass sich das Gebäude ein wenig für den Business vorbereitet hat.

Die vier roten "Hutnadeln" stützen die auskragenden Dächer und sind ein Design Merkmal des MFH. Eine bauliche Geste die sicherlich in der Erinnerung bleibt.
Perspektivischer Blick von oben auf das geplante Gebäude. Hamburg Reinbek ist nicht Mallorca, und trotzdem gibt es viel Balkon und Terrassenfläche. Das ist ein Lebensraum den viele Menschen sehr zu schätzen wissen. Freiberufler z. B. brauchen etwas mehr Auslauf in unmittelbarer Nähe zu Ihrem Arbeitsplatz im Haus. Begrenzungen aufheben und etwas Sonne einfangen wo es irgend geht. Ein Pardies für Pflanzenliebhaber und ambitionierte Hobbygärtner. Ein Lebensgefühl das an eine Segeljacht erinnert. Wände in denen sich Terrassentüren befinden, wirken deutlich weniger begrenzend. Ein fließender Übergang zwischen innen und außen. Das ist ein Architekturstil der heutzutage auch "Open Style" genannt wird.

Auf dem Dach fehlen noch die Solarkollektoren um Warmwasser vorzuheizen. Das ist eine kosteneffiziente Technologie. Bitte nicht mit Photovoltaik verwechseln, die versucht Strom aus Sonnenenergie herzustellen. Das ist heute leider trotz Einspeisegesetz noch immer nicht wirtschaftlich vertretbar. (behaupte ich mal)

Ob dieses Gebäude sich für eine Wärmetauscherheizung eignet ist noch nicht ermittelt worden. Vorsichtshalber habe ich schon mal einen Kaminzug für eine Brennwerttechnik Heizung eingebaut. Gut zu sehen ist auch die Box für die Umlenkrollen eines preiswerten konventionellen Aufzugs für alle Bewohner.
90° Seitenansicht des Gebäudes. Zwei Dachkanten in blau erkennbar. Das ist ein Designmerkmal, dass farblich gut zu den Hanseaten passt. Deutlich zu sehen ist die Idee der Staffelung und wie das Gebäude mit der Hanglage zurechtkommt.

So sieht sie aus die Zweckarchitektur des 21 Jahrhunderts. Kein Ornament auf der Fassade. Nur ein bißchen Holz im Bereich der Schlagläden neben, bzw. vor den Fenstern. Porenbetonsteine, Betondecken, verzinkte Brüstungsgeländer mit Glas oder Lochblechfüllung. Einige Schlagläden aus druckimprägniertem Holz.

Mit den Fenstern bin ich leider nicht ganz fertig geworden. Da die Grundrisse ja nur angearbeitet aber nicht ausgearbeitet wurden, sind alle Fenster bisher gleich. Bodentiefe Rechteckformate. Mit den Grundrissen wird sich das noch ändern. In einer kleinen Studie habe ich mal Holzfenster in Buche druckimprägniert versucht. Dann ändert sich die Farbe von weiß zu hellbraun. Das sah gut aber teuer aus.

Schade dass der große Bestandsbaum (ca. 20m hoch) nicht im Bild ist. Der steht im Bereich der beiden oberirdischen Parkplätze und hätte die Größenverhältnisse im Bild stark verändert. Ich hätte gern etwas mehr Zeit gehabt um gründlicher zu arbeiten und mich vor Ort noch mehr mit dem Grundstück auseinander zu setzen.
Seitenansicht in Fahrrichtung Reinbek Zentrum. Das geplante Gebäude sieht ruhig und friedlich aus. Die bisher gleichartige Befensterung wird sich wie gesagt mit der weiteren Ausarbeitung der Grundrisse noch einmal ändern. Sie sehen hier einen Vorentwurf. Im EG steht eine Hecke etwas neben der Trennwand. Hier wurde noch an den Wohnungsgrößen geändert, und die Hecke nicht entsprechend verschoben. Schön wäre es wenn sich die Durchblicksituationen erhalten lassen.

Der kleine grüne Dreieckskeil ist gar kein Gelände, sondern eine grün bemalte Wand, die man sich für die Bauantragphase gewünscht hat. Danach soll die Wand entfernt werden um im Kellergeschoss noch einige belichtete Räume zu erhalten. Man hat mich auch eine Tiefgarage mit halber Kapaziät zeichnen lassen, damit der Ankauf des Wegerechts für die rückseitige Zufahrt billiger wird. - Man muss als Architekt heute bei so mancher kleinen Wahrheitsverdrehung mitmachen wenn man den "Kunden" halten will. Von solchen "Kunden" trenne ich mich allerdings.

Wenn es zur entgültigen Befensterung kommt, möchte ich noch ein Rundfenster pro Geschoss einbauen dürfen. Meine Entwürfe haben auch immer etwas locker maritimes (open style). Aber das passt ja ganz gut zu einer Stadt wie Hamburg.
Erneute Perspektivische Darstellung des geplanten Mehrfamilienhauses. Diesmal von der Südseite aus gesehen. Das MFH wurde aufgrund seiner Dimension von mir während der Entwurfsphase auch "Der Klopper" genannt. Die Grundfläche zwischen den Wänden liegt bei weit über 2.000 qm. Das Grundstück ist 1.632 qm groß.

Das Bild zeigt das es einen kleinen Anteil von gebogenen Wänden gibt, deren Radius von 50 metern aber noch einfach zu Mauern ist. Problematischer ist aber die Wärmebrücke der auskragenden Betondecke. Der sogenannte Isokorb ist ein Bauteil das sich auf gerade Anschlüsse bezieht. Dieser Zusammenhang ist im Rahmen der Ausführungsplanung besonders zu berücksichtigen und erfordert Erfahrung, ein Aufgeld und Fachmannschaft.

Die Gründächer sind mit einer umlaufenden Sauberkeitskante aus Kies in der sich auch ein gelochtes, umgekehrt montiertes V-Blech befindet das in solchen Fällen üblich ist. Das gesamte Gebäude muss statisch so ausgelegt sein das neben der Windlast und Schneelast auch ein nasses Dachpaket von ca. 0,3 m Erde getragen wird. Das man dafür Wände braucht die übereinander stehen versteht sich. Mittig im Bild ist zu erkennen das auch eine kleine Stützwand zum Gelände hin nötig ist.
Das perspektivische Bild zeigt die Baugrube. Die Baugrube ist mit ca. 3,8 metern von der Hamburger Straße aus gesehen nicht zu tief. Zu dieser Seite hin wird eine Baugrube mit 45% Böschung möglich sein. (Abdeckung gegen Erdrutsch bei Regen ist aber bestimmt notwendig.) (Das ist eine erste optimistische Annahme)

In der Mitte der Baugrube auf Höhe des Versprungs wird aber schon eine teure Spundwand benötigt, um die Baugrube offen und sicher zu halten. Die rückwärtige Erschließung wird schon während der Bauphase von Bedeutung sein um die Baustelle überhaupt bewirtschaften zu können. Das wird eine enge Baustelle, da auf Grund der Baumschutzsatzung einige Bäume zuerhalten sind. Auf seiten der Hamburger Str. sind vielleicht 3 meter aus dem Paket Bürgersteig, Fahrradweg und enger Parkstreifen verfügbar. Die Maria Merkert Straße ist sehr eng und kann wahrscheinlich nur sehr begrenzt zur Entladung von Baumaterial herangezogen werden. Die gezeichnete Baugrube zeigt das Niveau der Bodenplatte, dass nach Vorgaben des Statikers wahrscheinlich noch um die Streifenfundamente vertieft werden muss. Das MFH wird Form- und Kraftschlüssig im Gelände verankert.

ArchiCAD erlaubt eine relativ genaue Voraussage wieviel Kubikmeter Gelände aus der Baugrube entfernt werden müssen. Ich kann auch eine Baustelle vorplanen. Auf dieser Baustelle muss auch mit viel Oberflächenwasser gerechnet werden.
Diese für mich katastrophale Bild zeigt einen kleinen Teil des Gebäudes, dass als Bauvoranfrage vom Bauamt Reinbek genehmigt wurde. - Einfach mal hinsehen !

Der Vorschlag vom Architekturbüro MFM aus der Bauvoranfrage setzt auf eine Erschließung des Grundstücks von der Hamburger Straße aus. Ich habe den Vorschlag auf Basis der Unterlagen der Bauvoranfrage exact nachgezeichnet.

Die Baugrube würde fast 8 meter tief werden. Die Rampe hat eine Neigung von 8° bzw. 13,55%. - Die Bewohner des Hauses hätten dann eine steile Rampe auf dem Gelände und würden jedes Fahrzeug hören das die Tiefgarage verläßt. So eine Rampe ist in vielerlei hinsicht gefährlich. Denken Sie mal an Gegenverkehr. Da müßte eine Ampelanlage installiert werden. Denken Sie z. B. mal an überfrierende Nässe und wie viele Drainrinnen man installieren müßte damit die Tiefgarage im Regenfall nicht volläuft.

Der vorgeschlagene fussläufige Zugang scheint auch nicht so richtig möglich zu sein. Die XXL Rampe wurde meineserachtens fälschlicherweise bei der GRZ Berechung der genehmigten Bauvoranfrage auch gar nicht mit einbezogen.
90° Ansicht von der Seite der Maria-Merkert-Straße. Im Bild zu erkennen ist die Belüftung der Tiefgarage, die aber auch einen Schutz durch einbruchhemmende Vergitterung notwendig macht. (Bitte die T-Garage innen ganz hell anstreichen)

Die Zufahrt zur Garage ist nahezu ebenerdig, es geht nur ca. 0,15 meter rauf. Von dieser Seite aus gesehen ist das Gebäude dem Baurecht nach immer noch ein Gebäude mit nur 2 Vollgeschossen. (Hoffentlich irre ich mich da nicht !?)

Das Bauamt Reinbek hat es bisher abgelehnt diesen Vorentwurf überhaupt zu bewerten. Kein Wunder. Man hat es ja auch mit einem "kostenfreien Nachtrag" zu der abgeschossenen Bauvoranfrage eines anderen Architekturbüros versucht ! Auf so ein Verhalten hätte ich mich als Mitarbeiter im Bauamt Reinbek auch nicht eingelassen. (Das MFH ist ein guter Beitrag zur "Bauausstellung in Reinbek")

Der zuständige Mitarbeiter im Bauamt Herr Kornberger hat zu Recht um eine neue, vollständige Bauvoranfrage gebeten, die neben der roten Umfangslinie im amtlichen Katasterplanauszug auch die üblichen 90° Ansichten, Draufsichten, Geschosspläne, GRZ und am besten noch ein Luftbild mit geplanten Gebäude im Maßstab 1:100 enthalten soll. Er braucht diese vollständigen Unterlagen um eine Einzelfallentscheidung vor seinen Kollegen und Vorgesetzten vertreten zu können.
Draufsicht des MFH Reinbek. Dargestellt in einem mageren Luftbild, mit zum Teil erbärmlicher Auflösung. Trotzdem vielen Dank an Google Earth das ich überhaupt ein Luftbild finden konnte um den Sachverhalt provisorisch darzustellen.

Das geplante Gebäude ist 50% transparent gesetzt, um das Bestandsgebäude auch erkennen zu können. Das Bestandsgebäude ist vergleichsweise klein. Von der Hamburger Strasse aus kann man die wahren Dimensionen, besonders die Tiefe des Grundstücks gar nicht richtig erkennen, weil sich direkt hinter dem Bestandsgebäude eine Baumreihe befindet. (Der Blick von der Straße täuscht)

Ob das Gebäude die notwendigen Abstände einhält, und in seiner spezifischen Situation genehmigungsfähig ist, kann nur das Bauamt entscheiden. Meiner Meinung nach ist das Gebäude genehmigungsfähig, sollte aber trotzdem etwas kleiner zugeschnitten werden, um sich besser einzufügen. Gemessen an den Dimensionen des Krankenhauses und des benachbarten Hochhauses ist das MFH jedoch relativ klein. (Albert E. bekannte sich zu Ideal der Demokratie)

Vor einer erneuten Bauvoranfrage ist über eine CAD Sonnenstudie, die auch den Gebäudekörper des KKH mit einbezieht, die Belichtung erneut genau zu prüfen.
Das MFH bei Mondschein. - Ja, so weit sind wir schon. Meinen Respekt an alle Leser, die oben angefangen haben und es bis hierher geschafft haben !

Ich kann nur hoffen, dass die kleine Architekturvorlesung Sie nicht gelangweilt hat, und Sie zwischendurch viele Gelegenheiten hatten etwas zu lernen, etwas nachzudenken, und auch mal über etwas zu lachen.

Warum schreibe ich das alles auf? - Weil ich den Kopf frei haben möchte um dem nächsten Entwurf wieder offen gegenüberstehen zu können. Ein Akt der Befreiung also. - Vielleicht werde ich nie wieder ein Mehrfamilienhaus entwerfen. Und so habe ich als Ingenieur und Künstler (sprich Architekt) alles an Informationen verwertet, dass in der Situation auffindbar war. Alles was ich zum Thema sagen konnte in eine technische Zeichnung gepackt, die vollständig mit Maßen hinterlegt ist. Ich habe Ihnen aber nur einen sehr kleinen Teil der Entwicklung gezeigt.

Ich bin mit Disziplin und Leidenschaft bei der Arbeit, und bin mir sicher genug Kraft und Talent zu haben, auch dieses Gebäude bis zur Fertigstellung zu bringen wenn man mich nur lässt. - Jeder der ein berechtigtes und ehrliches Anliegen hat kann mich dabei beinflussen. Auch ein kleiner Nachbarsjunge der die Gegend gut kennt.
Eigentlich ist alles gesagt. Für mehr Flächenangaben und die Zahlenbasis der Betriebswirte ist es doch noch etwas zu früh. - Der Auftraggeber der Studie muss mich erst mal bezahlen. - V.G.
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